Zum Thema Freundschaft...
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Zum Thema Freundschaft...
... habe ich mal einen Blogentry verfasst, der wie folgt lautete:
"Gehst du einen Weg, oder fährst du einen Film?
Current mood:WHATEVER - Metaphoric
Category: Life
Diese Frage sollten sich echt mal einige Menschen stellen, die mir im letzten halben Jahr so begegnet sind...
Leute, ich bin gerne bereit, meine Zeit für euch zu opfern, weil ihr mir alle echt wichtig seid, aber in erster Linie kann ich euch nicht euer Päckchen abnehmen und es schön weiter für euch tragen.
IHR müsst endlich lernen, euer Päckchen wegzuschmeißen und euch von den Dingen zu lösen, die euch jeden Tag aufs neue geißeln.
Es ist NICHT die Aufgabe eurer Freunde, eure Probleme zu lösen, was nicht bedeutet, dass wahre Freunde nicht bereit sind, euch dabei zu unterstützen. Denkt ihr nicht, dass ihr ab und an etwas ZU viel von eurem Umfeld erwartet?
Freunde sind nicht die Menschen, die immer um euch herum sind, es sind die Leute, die für euch da sind, wenn ihr sie wirklich braucht.
Wer seine Freundschaft daran misst, wie viel Zeit er mit einer Person verbringt, der muss noch ein ganzes Stück lernen, was es bedeutet Freunde zu haben.
Ich will damit sagen, dass ich persönlich einfach keine Lust habe, mir alles und alles immer wieder anzuhören, mit Rat und Tat zur Seite zu stehen und im Endeffekt habe ich GAR NICHTS getan, weil ich nur die Schublade bin, in die man beim Aufräumen alles reinstopft, was sonst niergendwo Platz findet.
Wie gesagt, ich bin für jeden gerne bereit, aber nicht für BLAHBLAH, sondern um sich mit mir ernsthaft auseinander zu setzen. Ansonsten fang ich mal an, Sorgenpüppchen zu verschenken, die hören sich auch alles an und halten einfach die Fresse. Wer meine Meinung nicht hören will, soll mir nichts erzählen.
Also stell dir mal die Frage, ob du da nicht irgend einen Film fährst, anstatt zu leben und dir das ohnehin schon viel zu triste Dasein hier auf der Erde doch etwas zu versüßen.
Ich kann nicht mehr mit ansehen, wie ihr eure Probleme, schon wie Sysiphos, vor euch den Berg raufrollt (und ich helf euch noch dabei) und dann fast oben angekommen, lasst ihr einfach los und der Fels kann nicht nur wieder zum Ausganspunkt zurück, sondern zerstört im Tal auch noch irgend ein Dorf.
Ich bin für euch da, auch wenn ihr mich nicht bemerkt...
Grüße vom Grünen Drachen..."
Fragt nicht warum, aber ich wollte mal wissen, wie es in eurem Freundeskreis so bestellt ist. Habt ihr da ähnliche Probleme??? Wie geht ihr mit Konflikten unter Freunden um? KA, warum mich das interessiert, aber mich interessiert es halt nunmal. *schwingenzuck*
"Gehst du einen Weg, oder fährst du einen Film?
Current mood:WHATEVER - Metaphoric
Category: Life
Diese Frage sollten sich echt mal einige Menschen stellen, die mir im letzten halben Jahr so begegnet sind...
Leute, ich bin gerne bereit, meine Zeit für euch zu opfern, weil ihr mir alle echt wichtig seid, aber in erster Linie kann ich euch nicht euer Päckchen abnehmen und es schön weiter für euch tragen.
IHR müsst endlich lernen, euer Päckchen wegzuschmeißen und euch von den Dingen zu lösen, die euch jeden Tag aufs neue geißeln.
Es ist NICHT die Aufgabe eurer Freunde, eure Probleme zu lösen, was nicht bedeutet, dass wahre Freunde nicht bereit sind, euch dabei zu unterstützen. Denkt ihr nicht, dass ihr ab und an etwas ZU viel von eurem Umfeld erwartet?
Freunde sind nicht die Menschen, die immer um euch herum sind, es sind die Leute, die für euch da sind, wenn ihr sie wirklich braucht.
Wer seine Freundschaft daran misst, wie viel Zeit er mit einer Person verbringt, der muss noch ein ganzes Stück lernen, was es bedeutet Freunde zu haben.
Ich will damit sagen, dass ich persönlich einfach keine Lust habe, mir alles und alles immer wieder anzuhören, mit Rat und Tat zur Seite zu stehen und im Endeffekt habe ich GAR NICHTS getan, weil ich nur die Schublade bin, in die man beim Aufräumen alles reinstopft, was sonst niergendwo Platz findet.
Wie gesagt, ich bin für jeden gerne bereit, aber nicht für BLAHBLAH, sondern um sich mit mir ernsthaft auseinander zu setzen. Ansonsten fang ich mal an, Sorgenpüppchen zu verschenken, die hören sich auch alles an und halten einfach die Fresse. Wer meine Meinung nicht hören will, soll mir nichts erzählen.
Also stell dir mal die Frage, ob du da nicht irgend einen Film fährst, anstatt zu leben und dir das ohnehin schon viel zu triste Dasein hier auf der Erde doch etwas zu versüßen.
Ich kann nicht mehr mit ansehen, wie ihr eure Probleme, schon wie Sysiphos, vor euch den Berg raufrollt (und ich helf euch noch dabei) und dann fast oben angekommen, lasst ihr einfach los und der Fels kann nicht nur wieder zum Ausganspunkt zurück, sondern zerstört im Tal auch noch irgend ein Dorf.
Ich bin für euch da, auch wenn ihr mich nicht bemerkt...
Grüße vom Grünen Drachen..."
Fragt nicht warum, aber ich wollte mal wissen, wie es in eurem Freundeskreis so bestellt ist. Habt ihr da ähnliche Probleme??? Wie geht ihr mit Konflikten unter Freunden um? KA, warum mich das interessiert, aber mich interessiert es halt nunmal. *schwingenzuck*
Re: Zum Thema Freundschaft...
sehr interessanter beitrag, gefällt mir sehr gut.
mir ist aufgefallen das in letzter zeit viele leute schlecht drauf sind oder sonstige probleme haben. (jedenfalls kommt es mir so vor) ich will mich davon nicht freisprechen. auch ich habe hier und da etwas derartiges geschrieben.
wenn ich mir das hier allerdings durchlese kann ich nur zustimmen. ich kann es bald nicht mehr hören. alle haben probleme und schreien förmlich nach aufmerksamkeit und was bringt es? nichts!! jeder denkt an sich und ein post im klagebereich oder sonst wo wird mit einem gegenpost beantwortet, dessen inhalt nichts anderes ist, nur ein anderer verfasser, dem es ebenso schlecht geht.
was bringen mitleidige worte, wenn es den leuten im grunde eigentlich völlig egal ist und jeder nur an seine probleme denkt? auch habe ich den eindruck das sich viele wesen gar nicht helfen lassen wollen. das gespräch wird zwar gewünscht und gesucht, aber nur um aufmerksamkeit zu erregen und nicht um an einer lösung für die probleme zu arbeiten.
ps. ich hoffe das sich hier niemand auf den schlips getreten fühlt, nur empfinde ich das gerade so. ich lasse mich gern eines besseren belehren und möchte wirklich nicht das das hier jemand als beleidigung auffasst, aber vielleicht mal etwas drüber nachdenkt.
lg neko
mir ist aufgefallen das in letzter zeit viele leute schlecht drauf sind oder sonstige probleme haben. (jedenfalls kommt es mir so vor) ich will mich davon nicht freisprechen. auch ich habe hier und da etwas derartiges geschrieben.
wenn ich mir das hier allerdings durchlese kann ich nur zustimmen. ich kann es bald nicht mehr hören. alle haben probleme und schreien förmlich nach aufmerksamkeit und was bringt es? nichts!! jeder denkt an sich und ein post im klagebereich oder sonst wo wird mit einem gegenpost beantwortet, dessen inhalt nichts anderes ist, nur ein anderer verfasser, dem es ebenso schlecht geht.
was bringen mitleidige worte, wenn es den leuten im grunde eigentlich völlig egal ist und jeder nur an seine probleme denkt? auch habe ich den eindruck das sich viele wesen gar nicht helfen lassen wollen. das gespräch wird zwar gewünscht und gesucht, aber nur um aufmerksamkeit zu erregen und nicht um an einer lösung für die probleme zu arbeiten.
ps. ich hoffe das sich hier niemand auf den schlips getreten fühlt, nur empfinde ich das gerade so. ich lasse mich gern eines besseren belehren und möchte wirklich nicht das das hier jemand als beleidigung auffasst, aber vielleicht mal etwas drüber nachdenkt.
lg neko

Neko- Anzahl der Beiträge: 256
Anmeldedatum: 11.06.10
Alter: 25
Ort: Cloppenburg
Re: Zum Thema Freundschaft...
Mir gefällt der Beitrag auch sehr gut (mir gefällt dein Stil zu schreiben ^^)
Ich finde es gut, dass du dir darüber Gedanken machst, und das auch veröffentlichst.
Auch ich habe schonmal so etwas, was mich nerft in einen Thread geschrieben, aber ich denke, dass du völlig Recht hast.
Freunde sind dazu da, damit man mit ihnen tolle Erlebnisse hat und natürlich auch, damit sie einem mal helfen, wenn es einem nicht so gut geht, aber sie dann nur auszunutzen ist natürlich blöd...
Ich kann dazu aber ansonsten auch nicht viel sagen, ich bin da eurer Meinung.
Und auch ich schreibe hier keinen Persönlich an, sondern rede über die Allgemeinheit, nicht nur hier im Forum, sondern überall ^^
Mfg Samira
Ich finde es gut, dass du dir darüber Gedanken machst, und das auch veröffentlichst.
Auch ich habe schonmal so etwas, was mich nerft in einen Thread geschrieben, aber ich denke, dass du völlig Recht hast.
Freunde sind dazu da, damit man mit ihnen tolle Erlebnisse hat und natürlich auch, damit sie einem mal helfen, wenn es einem nicht so gut geht, aber sie dann nur auszunutzen ist natürlich blöd...
Ich kann dazu aber ansonsten auch nicht viel sagen, ich bin da eurer Meinung.
Und auch ich schreibe hier keinen Persönlich an, sondern rede über die Allgemeinheit, nicht nur hier im Forum, sondern überall ^^
Mfg Samira

Samira- Anzahl der Beiträge: 221
Anmeldedatum: 07.07.10
Alter: 15
Ort: Rheinland-Pfalz
Re: Zum Thema Freundschaft...
Ein guter Blogeintrag, gefällt mir doch sehr, schön energetisch und klar ^.-.^
Und zu deinen Fragen:
Früher, in der Grundschule und die ersten paar Monate in der Hauptschule sind meine Freunde immer zu mir gekommen, weil ich gut zuhören konnte, aber irgendwann hab ich denen auch gesagt das ich nur Tipps geben kann, kurze simple Tipps, allerhöchstens(!), aber nur sie können den Streit, die Sorgen, o.ä. bewältigen.
Ja.... das mit den Konflikten, kommt auch wieder auf den Konflikt an.
Wenn es nur, auf gut-deutsch, "Kindermist" ist, dann ist es schnell geklärt und ohne wirklichen Streit..... aber wenn's dann wirklich mal was schwereres ist, gehe ich auf beide "Parteien" zu, auch wenn ich unbeteiligt bin bin ich doch etwas beteiligt, weil es ebend meine Freunde sind.
Am ende der 8ten Klasse hatte ich mich mit einer Freundin in'e Wolle weil'se auf ihren Freund, einem Schwerst-Drogensüchtigen, gehört hat und so dachte ich würd nur Mist über'se erzählen und sie ausnutzen..... das war etwas was mich wirklich verletzt hat, und ich wollte sie auch wirklich als Freundin weiter haben, aber sie hat einfach nur ihrem Freund geglaubt, naja, sei's drum - mittlerweile gehen wir andere Wege.
Liebe Grüße
Und zu deinen Fragen:
Früher, in der Grundschule und die ersten paar Monate in der Hauptschule sind meine Freunde immer zu mir gekommen, weil ich gut zuhören konnte, aber irgendwann hab ich denen auch gesagt das ich nur Tipps geben kann, kurze simple Tipps, allerhöchstens(!), aber nur sie können den Streit, die Sorgen, o.ä. bewältigen.
Ja.... das mit den Konflikten, kommt auch wieder auf den Konflikt an.
Wenn es nur, auf gut-deutsch, "Kindermist" ist, dann ist es schnell geklärt und ohne wirklichen Streit..... aber wenn's dann wirklich mal was schwereres ist, gehe ich auf beide "Parteien" zu, auch wenn ich unbeteiligt bin bin ich doch etwas beteiligt, weil es ebend meine Freunde sind.
Am ende der 8ten Klasse hatte ich mich mit einer Freundin in'e Wolle weil'se auf ihren Freund, einem Schwerst-Drogensüchtigen, gehört hat und so dachte ich würd nur Mist über'se erzählen und sie ausnutzen..... das war etwas was mich wirklich verletzt hat, und ich wollte sie auch wirklich als Freundin weiter haben, aber sie hat einfach nur ihrem Freund geglaubt, naja, sei's drum - mittlerweile gehen wir andere Wege.
Liebe Grüße
Re: Zum Thema Freundschaft...
Ich kann nicht mehr mit ansehen, wie ihr eure Probleme, schon wie Sysiphos, vor euch den Berg raufrollt (und ich helf euch noch dabei) und dann fast oben angekommen, lasst ihr einfach los und der Fels kann nicht nur wieder zum Ausganspunkt zurück, sondern zerstört im Tal auch noch irgend ein Dorf.
Meiner Erfahrung und Ansicht nach, trifft das auf die meisten Menschen zu. Und es kann verdammt schwer sein, den Felsen loszulassen, um sich in neues unbekanntes Gebiet zu vorwagen. Vielleicht sogar mit dem Ergebnis, dass man den nächsten Felsen findet, den man die nächste Zeit wieder hochrollt. Probleme aufzulösen, kann eine der schwersten Aufgaben sein, die man im Leben hat. Und das, was sehr viele erst einmal für sich begreifen müssen, ist, dass nur sie allein den entscheidenden Schritt vorwärts gehen können. Alle anderen können nur Hilfestellungen geben. Ein Problem, das jemand anderes für mich löst, wird sicher irgendwann erneut auf mich zukommen. So lange, bis ich in der Lage bin, es selbst zu lösen.
Was deine Wut angeht, die in diesem Beitrag mitschwingt, sie hat mich zuerst irritiert. Aber ich Nachhinein denke ich, dass man auch niemandem hilft, wenn man immer nur Mitleid verschenkt.
Ich habe einst die Erfahrung gemacht, dass jemand für mich als Spiegel fungiert hat. Mit all meinem Selbstmitleid, Wut, Trauer und Angst löste ich keinerlei Emotion bei demjenigen aus. Meine ganze Problematik wurde sachlich analysiert und mir offen dargelegt, wie ich mir meine Probleme selbst schaffe. All meine Gefühle kamen auf mich zurück. Es war hart und ich war danach sehr aufgewühlt (auweia, hatte ich eine miese Laune). Aber im Nachhinein bin ich dafür sehr dankbar, denn ich bin endlich aufgewacht, konnte den Sysiphos-Felsen loslassen und habe kurz darauf etwas sehr Positives erlebt, was mein Leben nachhaltig verändert hat.
Doch nicht jeder ist dafür bereit und verkraftet diese direkte Konfrontation. Manche ziehen sich zu Tode beleidigt zurück und lassen nie wieder etwas von sich hören. Ich denke, die Bereitschaft, sich zu ändern, ist der entscheidende Faktor.
Was die Freundschaften angeht. Ich habe so einige Menschen kennengelernt, die sehr unter ihren Problemen gelitten haben. Und der Wunsch war da, ihnen zu helfen. Doch es waren so viele, dass ich begriff, dass ich niemals allen helfen und ihnen nie ihre Probleme abnehmen könnte. Genauso, wie niemand mir meine eigenen Probleme abnehmen kann. Ratschläge bringen nur etwas, wenn mein Gegenüber wirklich Hilfestellungen möchte und auch bereit ist, neue Lösungswege für sich zu finden oder überhaupt herausfinden möchte, welcher für ihn der richtige ist.
Ich höre mir die Probleme der anderen an, wenn mir etwas dazu einfällt, sage ich etwas dazu, wenn nicht, dann reicht es mir, für den anderen da gewesen zu sein.
Jemandem, der mich nur als seelische Müllabladehalde missbrauchen will, dies direkt klar zu machen, fällt mir allerdings noch schwer. Aber ich arbeite daran, auch wenn ich den anderen damit erst einmal verletzen könnte. In letzter Zeit aber bin ich von solchen Leuten verschont geblieben. Denn anscheinend wollen diese nichts mit denen zu tun haben, die selbst von genug Problemen berichten können. ^^
Das Thema Leben als Film, sagt eigentlich alles aus. Es heißt, wenn wir nur passiv unser Leben leben, dürfen wir uns nicht darüber wundern, wenn sich nichts ändert. Jeden Tag aktiv leben, mitgestalten. Dem inneren Schweinehund aktiv entgegentreten. Wohl dem, der dies für sich schafft. ;)

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