Kann die Erde sich selber heilen?

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Kann die Erde sich selber heilen?

Beitrag  Dark Wolf am November 12th 2010, 5:31 am

P.M. Magazin 10/2010

Natur & Umwelt
Kann die Erde sich selber heilen?

Schon fünf Mal in der Geschichte stand das Leben am Abgrund. Und stets hat unser Planet ins biologische Gleichgewicht zurückgefunden. Funktioniert das beim Klimawandel erneut?

Noch immer stehen in Sichtweite von Tschernobyl die Wohnblöcke von Prypjat – einer Geisterstadt. Man muss die oberen Geschosse erklimmen, um den Blick über die verfallenden Bauten schweifen zu lassen. Aus den Fenstern weiter unten ist nichts zu sehen als grünes Laub. Wald erobert die Ruinen von Prypjat, längst hat er die niedrigeren Gebäude verschluckt. Pappeln und Birken wachsen, wo sich einst Straßen und Plätze erstreckten, ihre Wurzeln haben den Asphalt gesprengt. Irgendwo ragt das Halbrund eines Riesenrads aus dem Blätterdach. Am Horizont zeichnen sich die Reaktorblöcke von Tschernobyl ab.

Am 26. April 1986 explodierte Block 4 des Atomkraftwerks, eine Strahlenwolke stieg auf und verseuchte große Teile Europas. 36 Stunden nach dem Unglück wurden die 48 000 Einwohner von Prypjat evakuiert. Sie gingen für immer.

Auch heute noch, fast ein Vierteljahrhundert nach dem GAU, ist die Stadt menschenleer – nicht aber ausgestorben. Im Gegenteil: Eine artenreiche Tierwelt hat die Sperrzone um Tschernobyl erobert. Falken nisten in den leeren Mietskasernen von Prypjat, Braunbären streifen durch die überwucherten Straßen. Über sattgrünen Wiesen kreisen Störche, und russische Biologen haben im Niemandsland erfolgreich das nahezu ausgestorbene Przewalski-Wildpferd eingebürgert. Der Schauplatz der schlimmsten Umweltkatastrophe aller Zeiten ist heute ein Naturidyll – obwohl die Messgeräte vielerorts noch immer gefährlich hohe Strahlenwerte anzeigen.

Eindrucksvoll wie kaum ein anderer Ort auf der Welt zeigt die Sperrzone von Tschernobyl, wie lässig die Natur Katastrophen wegsteckt, die für den Menschen das Aus bedeuten. Wohl nie wieder werden in Prypjat Kinder zur Schule gehen oder alte Leute auf Parkbänken plaudern. Flora und Fauna jedoch ließen sich nicht vertreiben. Die Natur heilt sich selber.

Schließlich hat die Erde ganz andere Katastrophen überstanden als einen Atomunfall. Mindestens fünf Mal in der Geschichte des Planeten starben auf einen Schlag Hunderttausende Arten aus. Bei jedem dieser Massensterben ging mehr als die Hälfte aller Spezies unter, ganze Zweige vom Stammbaum des Lebens brachen weg. Zuletzt wurden unter anderem die Dinosaurier Opfer einer solchen Apokalypse, als vor 65 Millionen Jahren ein Asteroid auf die Erde stürzte, der aufgewirbelte Staub den Planeten auf Jahre in Kälte hüllte, die Stürme alles zerschlugen. Immer wieder erholte sich das Leben auf der Erde überraschend schnell von solchen Rückschlägen, stellte sich eine ebenso große
Vielfalt von Tieren, Pflanzen und
Mikroorganismen ein wie zuvor.

Es scheint, als sei die Natur unbezwingbar. Einzelne Arten mögen verschwinden, doch das Leben an sich lässt sich nicht unterkriegen. Dies mutet umso wundersamer an, als sich Leben im Weltall so rar macht – all unsere Nachbarplaneten sind öde und leer.

Denn Leben, wie wir es kennen, ist bei aller Anpassungsfähigkeit auf eine Menge günstiger Einflüsse angewiesen. Es kann nur in einem relativ schmalen Temperaturbereich existieren, benötigt das richtige Gasgemisch in der Atmosphäre und Schutz vor schädlichen Umwelteinflüssen wie UV-Strahlung oder giftigen Chemikalien.

Warum bietet gerade unser Planet solche Bedingungen? Wie gelingt es ihm, dieses lebensfreundliche Milieu trotz aller erdgeschichtlichen Katastrophen aufrechtzuerhalten? Und reichen seine Selbstheilungskräfte aus, um mit all der heutigen Umweltzerstörung und dem Klimawandel fertigzuwerden?

Solche Fragen inspirierten bereits um das Jahr 1970 den britischen Chemiker James Lovelock und die US-Biologin Lynn Margulis zu ihrer berühmten Gaia-Hypothese, benannt nach der antiken griechischen Erdgöttin. Ihre Kernidee ist, dass Gaia, also das System Erde, sich selbst so reguliert, dass optimale Lebensbedingungen herrschen.

Die beiden Forscher sehen die Erde als eine Art übergeordnetes Lebewesen, dessen Teile Menschen, Tiere und alle anderen Geschöpfe sind. Schließlich ist ja auch der Mensch genau genommen kein Individuum, sondern lebt in Symbiose mit Abermillionen von Mikroorganismen, die jeden Quadratzentimeter seiner Haut besiedeln, ihm bei der Verdauung helfen oder sich als Viren in sein Erbgut geschmuggelt haben. Nicht zufällig gilt Gaia-Vordenkerin Lynn Margulis auch als Wegbereiterin der Endosymbiontentheorie, nach der Zellkörperchen wie die Mitochondrien, die Kraftwerke der Zelle, ursprünglich eigenständige Bakterien waren. Auf ähnliche Weise betrachtet, wäre Gaia eine Symbiose aller Lebewesen auf der Erde.

Und so, wie ein gesunder menschlicher Körper seine Temperatur auch bei Frost oder Sommerhitze konstant hält, reguliert nach Lovelocks und Margulis’ Auffassung auch der Superorganismus Gaia wichtige physikalische Zustände. »Gaia betrachtet die Erde als ein physiologisches System«, erklärt Lovelock, »das zumindest in dem Sinne lebendig ist, dass es wie andere Organismen auch seine Chemie und Temperatur durch Selbstregulation auf einem Niveau hält, das Leben begünstigt.«

Als Beleg führen die Gaia-Verfechter an, dass sich entscheidende Parameter wie der Salzgehalt der Meere, die globale Temperatur und der Sauerstoffgehalt der Atmosphäre über Jahrmillionen kaum verändert haben. So liegt die Salinität des Meerwassers konstant bei 3,4 Prozent, obwohl Flüsse unaufhörlich gelöste Mineralien in die See schwemmen. Würden die Salze nicht wieder aus dem Meer entfernt, wäre es ein saures Konzentrat, eine Lake, in der kein höheres Lebewesen existieren könnte.

Zur Entsalzung tragen sowohl biologische als auch physikalische Prozesse bei: Zum einen entziehen bestimmte Algen dem Ozean Salz, zum anderen verdunstet Meerwasser in Lagunen, sodass Salzkrusten entstehen, die mit der Zeit unter Sedimentschichten verschwinden. Schon zuvor überziehen Bakterienmatten die Ablagerungen und wirken, so Lovelock, »wie ein Regenmantel«: Sie verhindern, dass sich die Salzschichten gleich wieder auflösen. So beeinflussen und verstärken Lebewesen auch diesen auf den ersten Blick rein physikalischen Vorgang.

Und obwohl die Sonneneinstrahlung im Laufe der Erdgeschichte um 25 Prozent zugenommen hat, ist die globale Temperatur nicht gleichermaßen gestiegen. Offenbar haben eine Reihe natürlicher Regelkreise das System Gaia vor der Überhitzung bewahrt. Eine wichtige Rolle spielen dabei wiederum Meeresalgen, die der Atmosphäre nicht nur Kohlendioxid entziehen und so dem Treibhauseffekt entgegenwirken, sondern auch direkt zur Kühlung des Planeten beitragen: Sie erzeugen die Substanz Dimethylsulfid, die in der Atmosphäre als Kondensationskeim die Wolkenbildung fördert. Je mehr sich der Ozean erwärmt, desto besser gedeihen die Algen und desto mehr Dimethylsulfid setzen sie frei – und desto mehr Wolken kühlen die Erde ab. Eine solche Rückkopplung nennt man »negativ«, weil sie dem Auslöser entgegenwirkt, während »positives« Feedback die Entwicklung beschleunigt.

Als Lovelock und Margulis vor 40 Jahren ihre Gaia-Hypothese publik machten, reagierte die Welt der Wissenschaft mit Spott und Ablehnung. Zu esoterisch erschien die Vorstellung von der Erde als Lebewesen, zu ungewohnt aber auch der Gedanke, dass Organismen sich nicht nur an ihre Umwelt anpassen, sondern sie auch aktiv verändern. Seinerzeit forschten Biologen und Geowissenschaftler noch in strikt getrennten Sphären und verfolgten grundsätzlich verschiedene Ansätze.

Doch nicht zuletzt das immer drängendere Problem der globalen Erwärmung führte zum Umdenken. Denn Regelkreise und Rückkopplungen spielen in der Klimaforschung eine zentrale Rolle. Heute betrachtet auch der wissenschaftliche Mainstream die Erde als ein sich selbst regulierendes System – wenn auch nicht als Lebewesen. »Die Gaia-Hypothese hat die Erdsystemforschung beflügelt«, sagt der Geophysiker Siegfried Franck vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, »und die Sensibilität für Rückkopplungsprozesse gefördert.« Allerdings, gibt Franck zu bedenken, gingen diese Vorgänge keineswegs nur von der belebten Natur aus. Auch auf einem toten Planeten verwittert beispielsweise Gestein und entzieht der Atmosphäre dabei Kohlendioxid. Lebewesen jedoch kurbeln diesen Prozess beträchtlich an.

Entscheidend für das weitere Schicksal Gaias ist die Frage, ob im Zuge der Erderwärmung negative oder positive Feedback-Prozesse die Oberhand behalten. Lovelock selbst sieht die Erde in »einem Teufelskreis positiver Rückkopplung« gefangen. Anders als in frühen Warmzeiten heize sich der Planet heute durch die Verbrennung von Öl und Kohle zu schnell auf, als dass gegenläufige Prozesse den Klimawandel bremsen könnten. So, wie das menschliche Immunsystem zwar mit Schnupfenviren fertig wird, einer Aids-Infektion jedoch unterliegt, könnte der vom Menschen verursachte Treibhauseffekt die Selbstheilungskräfte unseres Planeten überfordern.

Die Potsdamer Klimaforscher haben 16 sogenannte Kipp-Punkte ausgemacht, deren Überschreiten die Erwärmung der Erde durch positive Rückkopplung beschleunigen würde. Dazu gehört etwa das Schmelzen des Meereises in der Arktis. Dehnen sich am Nordpol statt weißer Eisschollen große Flächen dunklen Meerwassers aus, absorbiert die Erde mehr Wärmestrahlung und heizt sich umso schneller auf. Eine weitere fatale Spirale droht, sollten die riesigen Nadelwälder Kanadas, Alaskas und Russlands im wärmeren Klima kränkeln oder abbrennen. Dann entweicht das in den Bäumen gespeicherte CO2, die Atmosphäre heizt sich weiter auf. Und taut der Permafrostboden der Arktis weg, setzt er womöglich enorme Mengen des Treibhausgases Methan frei.

Der wichtigste Gegenspieler des Klimawandels indes ist der Ozean. Die Weltmeere speichern 60-mal so viel CO2 wie die Atmosphäre; bislang haben sie etwa 40 Prozent der menschlichen CO2–Emissionen geschluckt. Und je höher der CO2-Gehalt der Atmosphäre steigt, desto größere Mengen Treibhausgas lösen sich im Ozean – eine negative Rückkopplung. Zudem nehmen Algen bei der Photosynthese CO2 auf; wenn sie absterben, sinken sie mitsamt dem in ihrem Gewebe gespeicherten Kohlenstoff zum Meeresgrund. Allerdings sind diesen Prozessen Grenzen gesetzt: Erwärmt sich der Ozean, kann er weniger CO2 speichern.

James Lovelock schlägt daher vor, die Selbstheilungskräfte der Erde zu stimulieren, indem man fruchtbares Wasser aus der Tiefsee an die Oberfläche befördert. Seiner Vision zufolge sollen Millionen Rohre, jeweils 200 Meter lang bei einem Durchmesser von zehn Metern, senkrecht im Ozean dümpeln. In diesen Rohren würde Tiefenwasser aufsteigen, die Meeresoberfläche düngen und so das Algenwachstum anregen.

Bei Klimaforschern stößt solches »Geoengineering« allerdings auf Skepsis: »Ich halte das für nicht machbar«, sagt Franck, »und selbst wenn es praktikabel wäre, ginge man ein großes Risiko ein.« Denn im kalten Tiefenwasser sind große Mengen CO2 gelöst, das an der wärmeren Oberfläche frei werden könnte.

Auch Lovelock gibt zu, dass Wissenschaftler das System Erde noch viel zu wenig verstehen, um die Folgen des Geoengineerings einschätzen zu können. Doch denke man nicht über solche Optionen nach, sei die Alternative »ein Massensterben der Menschheit und die Rückkehr zu einer Erde, die sich wieder ungestört selbst reguliert – aber in einem viel heißeren Zustand«.

Die überlebenden Menschen würden dann womöglich nur noch in den Polarregionen ein Refugium finden. Doch natürlich bedeutet der Untergang der Zivilisation keineswegs das Ende des irdischen Lebens. Nach wenigen 100 000 Jahren würden die Temperaturen schließlich wieder sinken – auf der Zeitskala der Erdgeschichte nichts als ein Intermezzo. Wie nach den früheren Aussterbephasen würden sich wieder Tiere und Pflanzen ausbreiten, die Evolution brächte neue Arten hervor. Gaia hätte lediglich die Seuche Mensch abgeschüttelt – wie der Körper Krankheitserreger durch Fieber bekämpft.

Ein solch extremes Szenario hält Franck für »denkbar, aber unwahrscheinlich«. Freilich lassen auch die Klimaforscher keinen Zweifel daran, dass die Existenz auf einer wärmeren Erde für die Menschheit höchst ungemütlich würde. Aber vielleicht gelingt es ja doch, die CO2-Emissionen zu drosseln und das Schlimmste abzuwenden. Denn anders als alle Arten, die bisher von der Bühne des Lebens verschwunden sind, verfügen Menschen über die Gabe, die Folgen ihres Verhaltens zu reflektieren und Gegenmaßnahmen zu ersinnen.

»Wir sind nicht bloß eine Seuche«, sagt der heute 91-jährige Lovelock, »wir sind durch unsere Intelligenz und Kommunikationsfähigkeit das planetare Äquivalent eines Zentralnervensystems.« Und als Teil des Systems Erde vermag die Menschheit zwar die Lebensbedingungen auf dem Planeten gefährlich zu verändern – sie kann aber auch bewusst zu seiner Selbstheilung beitragen.

Autor(in): Alexander Rigos


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Re: Kann die Erde sich selber heilen?

Beitrag  Dijana am November 12th 2010, 11:12 am

hmm das ist eine interssante frage...ich denke JA die Erde heilt sich selbst auf ihre ganz eigene Weise...
das mit dem Klimawandel ist ja auch so: sobald sich die Erde weiter erwärmt schmelzen die Pole und das Eis auf Grönland und fließen ins mehr durch den überschuss an Süßwasser würde der Golfstrom stehen bleiben, wodurch dann eine neue Eiszeit entsteht und alles wieder von vorne anfängt...^^das ist diese theorie die es zur Klimaerwärmung gibt und ich finde sie ist recht interessant weil es passt eben auch zu der Frage ob sich die Erde selbst heilt...
Ich denke sie versucht zuerst damit klarzukommen, was das problem ist, wenn das nicht geht, dann muss sie radikale maßnahmen ergreifen sozusagen....ich meine die Menschheit ist in Gewisserweise für die Erde ebenso eine Qual eine Plage...aber sie duldet uns weiterhin^^...für mich stellt sich die frage wie lang das noch so bleiben wird...
Deine Beispiele sind auch sehr interessant zu lesen^^...nur fällt mir zurzeit nicht mehr ein was ich dazu schreiben könnte^^...

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Re: Kann die Erde sich selber heilen?

Beitrag  Rýkaran am November 12th 2010, 7:52 pm

Also ich kann diese Frage auch ohne den Text zu lesen mit "Ja" beantworten. Solange es die Menschen nicht schaffen sollte die Erde wirklich zum Explodieren zu bringen (Sorry weiß grad nicht wie man das bei Planeten nennt) wird sie sich erholen.
Du kannst Mutter verletzen aber du kannst sie nicht töten, sie wird sich immer wieder erholen.
Es gab immer Gegenbenheiten bei denen die Erde beinahe ein Toter Planet geworden wäre, doch jedes mal erholte sich die Erde und brauchte unzählige neue Lebensformen hervor so wird es auc diesmal geschehen, es wird sicher lang dauern aber dann werden wir eine neuen Wundervollen Planeten haben, vielleicht wird der uns fremdartig erscheinen doch er wird leben und dieses mal, sollte es erneut eine dominierende Spezies geben, dann hoffentlich eine die ihre Wurzel als Mutter´s Kinder erkennt und diese Wurzeln achtet und nicht alles tötet und zerstört als wäre es nur Tote Materie. Denn alles lebt, nur weil nicht alles in irgendeiner Menschensprache sagt "Hey du, hör auf das tut weh" oder so, setzt das diese Tatsache außer Kraft.
Leider machen es sich viele zu einfach... aber gut ich denke das kennt jeder.

LG


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Re: Kann die Erde sich selber heilen?

Beitrag  Katsuo Cires Salamand am November 12th 2010, 10:47 pm

sehr interessant zu lesen...ich denke auch..das sich die erde von jeher selber reguliert und auch diesmal wird es wieder geschehen...ob mit dem menschen oder ohne...

die frage ist nur..wie die spezies mensch das überstehen wird und was danach kommen mag...
ich bin der meinung..das die sogenannte "krone der schöpfung" im gesamtsystem nichts weiter als ein bakterium ist..auf das auch gut und gerne verzichtet werden könnte und wenn unser planet der meinung ist..uns nicht mehr tragen zu können...dann wird der mensch wohl keine chance haben..den naturgewalten zu trotzen...

natürlich wäre es von vortil wenn der mensch der erde helfen würde sich zu heilen..aber sie würde es auch ohne ihn schaffen

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Re: Kann die Erde sich selber heilen?

Beitrag  Dragis am November 13th 2010, 5:45 am

*nick* ... *nicht den ganzen Text gelesen hat*

Ich stimme dem zu, dass die Erde sich selbst heilen kann ... ab und an im Biologie Unterricht lernte ich auch kleine Details, welche mich immer wieder fasziniert haben und mir zeigten, dass die Erde ein stabiles Gleichgewicht hat nach dem sie strebt, obgleich sie sich auch stetig verändert. Leider ist noch die Frage offen in wie fern wir Menschen dieses Gleichgewicht aus den Fugen heben können, wie weit die Erde sich regenerieren kann. Sicher wird die Erde sich immer regenerieren, aber ob wir Menschen dann noch Leben ist eine andere Frage...

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Re: Kann die Erde sich selber heilen?

Beitrag  Skyeye am November 14th 2010, 9:31 am

Die Erde insgesamt als Planet gesehen ist definitiv in der Lage sich selbst zu heilen. Irgendwelche Umweltkatastrophen mögen lokal starken Einfluss nehmen, sind aber auf der gesamten Landkarte meist nur ein winziger Fleck.

Aber was ist Heilung?

Angenommen das Klima erwärmt sich immer weiter und die Polkappen schmelzen komplett würden riesige Landstriche, sogar ganze Länder überflutet werden (Das Szenario einer neuen Eiszeit mal ausgelassen). Für den Menschen und alle anderen Landbewohner eine große Katastrophe, sie wären ihrer Existenzgrundlage beraubt und nicht mehr fähig weiter zu überleben. Den Meeresbewohnern währe dies jedoch größtenteils egal, im Gegenteil, ihr Lebensraum würde sich vergrößern.

Wenn man die gesamte Zeitspanne der Erde betrachtet ist die Erscheinung der Menschen ebenfalls vernachlässigbar. Es ist immer ein Kommen und Gehen, neue Spezies entstehen, andere verschwinden. Dem Gesamtzustand der Erde tut dies meist nichts.
Wenn es dem Menschen nicht gelingt die Erde in Stücke zu sprengen wird sie meiner Meinung nach auch diese Erscheinung überstehen.

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Re: Kann die Erde sich selber heilen?

Beitrag  Sycorax am November 28th 2010, 11:55 pm

Ich denke, dass alles ohnehin ein gewaltiges System ist, das sich selbst reguliert. Zwar nicht gänzlich perfekt, aber Fehler werden auch wieder behoben - siehe diverse Tierarten/ -typen in der Evolution, deren Modell keinen Fortbestand hatte. Mir fallen da z.B. diese Hirsche mit den überdimensionalen Geweihen ein.

Den Menschen sehe ich auch so, wie er im Artikel beschrieben wird. Er hat die Möglichkeit, dieses System zu beeinflussen, es womöglich zu verbessern, zu seinen Gunsten zu verändern, aber auch zu zerstören. Ihm fehlt es aber immer noch an der nötigen Reife. Die Zeit wird zeigen, ob die Menschheit diese irgendwann erlangt oder sich vorher ausradiert.

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Re: Kann die Erde sich selber heilen?

Beitrag  Kaisho am November 29th 2010, 5:23 am

Im Grunde ist genau das der Grund, warum ich mir keine Gedanken um die Zerstörungskraft des Menschen mache, da ich nunmal glaube, dass der Mensch bei einer von ihm ausgelösten Katastrophe zum größten teil verschwinden würde, auch die Erde würde nicht ungeschoren davon kommen, aber Fell wächst nach und so wird sich auch dieser planet immer wieder regenerieren. Ich will die oben genannte zerstörungskraft nicht rechtfertigen und man muss es auch nicht provozieren, aber im diesen planeten mache ich mir wirklich keine sorgen.

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